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Die erste Begegnung
Umweg für Umweg ging hier der Schüler des Lebens
unter der sengenden Sonne eines Sommers der Götter – nur einen gönnt! sie gönnten, und wie, nur nehmen konnte der Schüler nicht, ging noch auf Stelzen, traute den Wegen nicht, die ausgerollt waren wie Teppiche hier in dem Weinberg. Noch sang er nicht, und sein Zögern war Lästerung, sah aus wie Vorsatz. Niemand bezeugt den Tag, an dem ihn das Höllenkind schlug, Efeu ihn peitschte, Stiere aufstanden, Tiger brüllten über dem Land, und Schlangen züngelten über dem roten Geröll. Glauben mußt du es nicht, verlaß nur den Garten, gehe die Straßen, Wege so lange, bis du vergessen, wie wir es nennen, laß die vertraute Sonne einmal wirken als Gott, der sie ist. Sauge die Luft herein, hechle, keuche, und spucke den fetten Seim aus brennendem Mund, pralle im Dämmer am alten Fluß auf deine wahre Natur, dort, wo die Wasser stehen, Fische Wasserläufer erbeuten, endlich und hier, unter vertraut noch erscheinenden Eichen, die aber schweigen, dunkele Wächter am Hofe der Pappeln, Weiden, die hoch aus dem Himmel das Silberlicht leiten in den Palast des Auwalds. Wenn du zurückkehrst, werden sie dich nicht verstehen, wenn du zurückkehrst. Von diesem Aufbruch wird wenig zu sagen sein, denn Älteres kannst du nicht finden. Da ist ein Licht in dem Wein. |
The first Encounter
Aimless he wandered, that wide-eyed boy
beneath the scorching sun the gods controlled. He said, Make summer mine! (They granted it – and how.) He didn’t know what hit him – Who’d so long staggered stiltwise down the uncertain paths unfurling like carpets on this hill of wine, whose stilted voice had so long shied from song the gods smelt blasphemy. No-one can say for sure when that demon-child struck, when the ivy whipped him and the bulls stood up, the tigers roared and the snakes flick-flickered across the crimson scree. You don’t believe it, fine. Just step out from the garden, and walk, and keep on walking, till you forget all things and all the names of things, till that old sun just once becomes the god it really is. Then gasp and heave, and spit the fatty phlegm from the astonished mouth, and at dusk where the waters flow, where the fish rise up to devour the dragonflies, there at last smash into your true self. And you’re here, in the palace of the meadow-wood where even the oaks no longer look the same and the willows and poplars draw down from the sky the ancient silverlight. When you return, they will not understand you, if you return. From this point forth, there’ll be so little to say. You can’t find anything older than this. The light glints in the wine. |
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© 2004, Uwe Kolbe From: Unpublished |
© Translation: 2003, Luke Davies From: Unpublished |